Interview mit TeamEscape Hamburg

Vielen Dank an Christoph, Philip und Christopher von TeamEscape Hamburg für das tolle Interview!

Wer seit ihr und seit wann gibt es euch?
Wir sind Philip Dabrowski, Christoph Pohlmann und Christopher Mensah-Bonsu: drei Freunde, die sich entschlossen haben TeamEscape nach Hamburg zu bringen. Im Sommer 2014 sind wir auf das Konzept aufmerksam geworden. Im Dezember des selben Jahres starteten wir mit den Umbauarbeiten in der Bremer Reihe 24 in St. Georg. Aus zwei leeren Hallen, die ursprünglich mal einer Glühbirnenfabrik dienten und dann als Fitnessstudio umfunktioniert wurden, gestalteten wir mit Hilfe unseres Teams, drei maßgeschneiderte und individuelle Spielwelten. Am 1. Februar eröffneten wir unseren ersten Raum, "Die Entführung". Am 15. Februar folgte "Die Galerie" und unser 3. Raum, "Die Hofman Formel", wurde am 01. März 2015 das erste Mal gespielt.

Was hat euch dazu bewogen, ein Live Escape Game aufzumachen?
Christoph, hatte sich im Sommer 2014 an einem Geburtstagsgeschenk beteiligt. Bei diesem Geschenk, handelte es sich um einen Besuch bei TeamEscape Köln. Davor war auch für ihn der Begriff Live-Escape-Spiel ein Fremdwort. Als er aus Köln zurückkam, stecke er uns mit seiner Begeisterung an. Der Rest ist Geschichte.

Was ist euer persönlicher Lieblingsraum?
Da alle drei unserer Räume von der Art der Rätsel und der Ambiente sehr unterschiedlich sind, haben auch wir drei, da wir auch sehr unterschiedliche Charaktere haben, jeweils den eigenen Favorit.

Wo und in welchen Situationen fallen euch die besten Ideen für neue Szenarien ein?
Meistens nehmen wir uns dazu einen Abend, setzen uns gemütlich mit einem Kasten Bier in eine Runde und dann wird drauflos phantasiert. Ideen für Mottos, Stories und Rätsel sind meist schnell gefunden und auch hier gilt: je später der Abend, desto schöner die Stories. Wir haben festgestellt dass es durchaus Sinn macht sich das Ganze vor der Ausarbeitung am nächsten oder auch übernächsten Tag noch mal genau anzuschauen
Auf jeden Fall ist es aber ein gemeinschaftlicher Ansatz – die gegenseitige Inspiration ist unseres Erachtens sehr wichtig, um ein spannendes und gleichzeitig rundes, publikumstaugliches Konzept zu entwerfen. Die große Kunst liegt dann darin verschiedenartige Rätsel sinnvoll zu integrieren und so eine gewisse Diversität sicherzustellen. Die Raumkonzepte und Rätsel entwickeln wir gemeinsam mit den anderen Städten, wobei wir von unserem Netzwerk profitieren. Auch das Kundenfeedback der verschiedenen Standorte hilft uns dabei weiter. Da die Konzepte immer sehr individuell dem Standort angepasst sind, finden sich bei uns daher viele Bezüge zu Hamburg wie z.B. in der Galerie des Kapitän Parkers oder im Labor des Hamburger Professors, Dr. Hofman.

Was antwortet ihr auf die Frage, warum man unbedingt mal ein Escape Game spielen sollte?
Es gibt wenige Aktivitäten, die es möglich machen, sich für eine Zeit, komplett dem Alltag und der Realität zu entziehen. Man taucht mit allen Sinnen, zusammen mit anderen Menschen, in eine Welt, die sich real erleben lässt und bestreitet gemeinsam ein Abenteuer. Besonders im digitalen Zeitalter, ist eine solche gemeinschaftliche und positive Flucht, einfach einzigartig.

Was war das witzigste Erlebnis mit euren Besuchern?
Neben viel schwer wiederzugebender Situationskomik ist uns insbesondere eine Geschichte in Erinnerung geblieben: Der gute Mann war etwas spät dran und seine drei Freunde bereits bei uns in der Filiale in der Bremer Reihe. Er wusste nicht genau wo er hin musste und fragte eine hübsche junge Frau nach dem Weg zu TeamEscape. Sie sagte ihm er solle mitkommen und sie bringe ihn direkt hin. Dass das nicht ganz der Wahrheit entsprach hat er erst gemerkt, als er zwar in einen einigermaßen ansprechend gestalteten Raum geführt wurde, sie aber plötzlich anfing sich zu entkleiden. Der junge Mann ist schnell aus der Wohnung geflüchtet (zum Glück war diese Tür nicht durch einen Code gesichert) und hat nach einem Telefonanruf ohne Probleme zu uns gefunden. Was dann im Laden los war als er seinen Kumpels davon erzählt hat kann man sich ausmalen...

Beitrag veröffentlicht am 31.12.2015 in den Kategorien Erfahrungsbericht, Exit Game, Hamburg, Live Escape Game