Interview mit MysteryRooms aus Essen

Heute haben wir ein Interview mit Mike Kleist und Vera Winter - den Gründern von Mystery Rooms - für euch.

Wer seit ihr und seit wann gibt es euch?
Wir sind MysteryRooms und uns gibt es seit April 2014 in Interlaken (CH). Im März 2015 haben wir einen Standort in München eröffnet und im April 2015 einen weiteren in Essen.

Was hat euch dazu bewogen, ein Live Escape Game aufzumachen?
Meine Lebens- und Geschäftspartnerin Vera ist Ungarin. Bei einem Besuch in Ungarn war ich von dem neuen Konzept, dass ich dort 2013 kennenlernte, direkt begeistert und wollte es unbedingt in Deutschland spielen. Leider gab es zu dem Zeitpunkt noch keines. Ich habe einige Jahre als Fallschirm-Kameramann im Outdoor Activity Paradies Interlaken in der Schweiz gearbeitet und kannte die Tourismus-Szene dort aus Erfahrung. Zusammen mit Vera beschlossen wir dort ein Live Escape Game aufzumachen, um eine Indoor-Alternative zu erschaffen, die trotzdem Nervenkitzel verspricht.
Außerdem reizen uns die vielfältigen Aufgaben, die bei einem solchen Startup zu erledigen sind (Design, Marketing, Buchhaltung und allem voran natürlich die Spieleentwicklung).

Was ist euer persönlicher Lieblingsraum?
Bei uns: unser Erfolgsspiel "Das Geheimnis des Kapitän’s" – da es ein Spiel ist, dass mit allen Sinnen gespielt wird und schöne Überraschungen liefert. Es ist familienfreundlich wird aber auch von Firmen mit großer Begeisterung angenommen.
Ansonsten ist es immer das Spiel, das ich gerade entwickle.

Andere Anbieter: Claustrophilia (Abenteurer Spiel) in Budapest, da es das erste Spiel war, das mich infiziert hat und das nach wie vor einige einzigartige Dinge bietet.

Wo und in welchen Situationen fallen euch die besten Ideen für neue Szenarien ein?
Überall! Wenn man einmal sein Gehirn auf Rätselspiele konditioniert hat, dann sieht man überall Möglichkeiten für Rätsel. Szenarien entwickle ich meistens im zweiten Schritt, um die Rätsel logisch und atmosphärisch zu verknüpfen.

Was antwortet ihr auf die Frage, warum man unbedingt mal ein Escape Game spielen sollte?
Weil es in der heutigen Zeit, in der Eskapismus hauptsächlich passiv im TV erlebt wird ein besonderes Erlebnis ist mal IN ein Spiel einzusteigen und es nicht nur am PC o.ä. zu spielen. Das Ganze wird potenziert durch die zahlreichen Erfolgserlebnisse, die man mit seinem Team teilen kann.

Was war das witzigste Erlebnis mit euren Besuchern?
6-Köpfige indische Familie mit 3 Generationen. Kinder, Eltern und Großeltern. Großvater außerordentlich skeptisch und unnahbar. Nach viel Überredungsarbeit durch uns und die Kinder ließ er sich auf das Abenteuer ein. Am Anfang des Spiels stand er nur mit verschränkten Armen demonstrativ passiv in der Ecke. Als der kleine Enkel einen Runenstein findet sagt er: "Show me that"..."Ah, I think I know..." und ab diesem Moment lief er selbst wie ein aufgeregter Schuljunge durch das Zimmer und hat begeistert mitgespielt.
Solche Erlebnisse sind als Anbieter nicht nur witzig zu beobachten, sondern durch die positiven Emotionen, die man den Spielern verschafft auch äußerst befriedigend.

Beitrag veröffentlicht am 19.12.2015 in den Kategorien Essen, Exit Game, Interview, Live Escape Game