Strange Neighbor - Erfahrungsbericht zu One Way Out in Hamburg

Auf unserer Hamburg-Tour wurden wir von One Way Out eingeladen. In dem Spiel Strange Neighbour hat unsere Gastautorin Lena versucht den Hundewelpen Jimmy zu retten. Aber lest selbst:

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In meiner Kindheit glaubte ich, dass unsere Nachbarin eine Hexe wäre – sie trug ein Kopftuch, hatte immer einen Reisigbesen in der Hand und lebte auf einem heruntergekommenen Hühnerhof. Die Tiere auf dem Hof sahen alle sehr mitgenommen aus und vielen fehlte ein Auge, ein Bein oder ein Flügel ...
Eines Tages war diese gruslige Frau dann verschwunden. Meine Eltern sagten sie sei in ein Altenheim gezogen – nun weiß ich: FALSCH! Sie wohnt nun im Dornenweg 23 in Hamburg.

Was wie eine harmlose Suche nach dem verschwundenen Hundewelpen Jimmy beginnt, nimmt schnell an Fahrt auf und überrascht durch hervorragende Plot-Wendungen. Die hervorragende Inszenierung und die abwechslungsreichen Rätzel machen es zu einem der Besten Spiele Hamburgs.

Der Dornenweg wirkt wie eine langweilige kleine Straße mit Backsteinhäusern und ordentlichen Fußwegen. In dieser entspannt - spießigen Atmosphäre findet die Spieleinführung statt und man befindet sich bereits Mitten im Spiel. Dort erzählt ein Informant meinen drei Freunde und mir von den Gerüchten um die alte Nachbarin Gertrude T. in Nummer 23. Sie soll unseren Welpen entführt haben. Aber warum nur? Was will die alte Frau mit unserem Hund?

Wir observieren die Wohnung und brechen in einem geeigneten Augenblick ein. Die Wohnzimmereinrichtung entspricht sehr stark dem Geschmack einer alten Frau zu entsprechen - aber dann fallen verstörende Einzelheiten auf. Das vormals ruhige Wohnzimmer wird immer unheimlichr. Ist diese Frau etwa mit dem Teufel im Bunde? Wir beginnen mit der extrem spannenden und atmosphärischen Suche und lüften das Geheimnis der alten Nachbarin.

Meine Freunde und ich sind sehr erfahrene Escape-Gamer und selbst wir mussten uns sehr ins Zeug legen, um Jimmy innerhalb einer Stunde zu finden. Fast wäre es zu spät gewesen – wie für die arme Katze, die wir im Verlauf des Spieles finden. Die Rätzel sind sehr abwechslungsreich und fordern den Mathematiker und Linguisten in uns heraus. Gleichzeitig sind Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen und besondere Beobachtungsgabe ist gefragt.

Mein Fazit: Dieses Spiel ist keine Sekunde langweilig, sorgt immer für neue Überraschungen, hat knifflige Rätzel und setzt eine Menge Endorphine frei. Von mir gibt es eine klare Spielempfehlung und ich habe große Lust demnächst das andere Spiel von ONE WAY OUT – Razzia on Board auszuprobieren.



Beitrag veröffentlicht am 22.12.2015 in den Kategorien Erfahrungsbericht, Exit Game, Hamburg, Live Escape Game